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Die Wendepunkte der türkischen Geschichte: Der Unabhängigkeitskrieg und das heilige Erbe der Republik

Milli Mücadele: Das Epos der Wiedergeburt einer Nation aus der Asche

Der kritischste, schmerzhafteste und zugleich stolzeste Wendepunkt in der türkischen Geschichte ist zweifellos der nationale Befreiungskampf (Milli Mücadele). Dass das Vaterland nach dem Ersten Weltkrieg mit dem Waffenstillstand von Mudros für Besetzungen offen gemacht wurde, war die letzte Phase des Projekts, die türkische Nation aus der Geschichte zu tilgen. Aber eines vergaßen die Besatzer: die Leidenschaft für Unabhängigkeit im Charakter der türkischen Nation. Der erste Schuss, der mit der Besetzung von Izmir fiel, verwandelte eine fast erloschene Glut in ein gewaltiges Feuer der Freiheit. Der nationale Widerstand war nicht nur eine Verteidigung des Bodens, sondern das kollektive Aufbegehren eines Willens, der sagte: 'Entweder Unabhängigkeit oder der Tod'.

Die Führung Atatürks und der Geist der nationalen Souveränität im Parlament

Die Landung von Mustafa Kemal Pascha in Samsun am 19. Mai 1919 ist der Moment, in dem sich das Schicksal der türkischen Nation wendete. Mit dem Rundschreiben von Amasya, in dem es hieß: 'Die Unabhängigkeit der Nation wird durch die Entschlossenheit und Entscheidung der Nation gerettet werden', wurde das Rezept für die Rettung der Nation selbst übergeben. Mit den Kongressen von Erzurum und Sivas wurden Mandate und Protektorate abgelehnt, und der ganzen Welt wurde zugerufen, dass das Vaterland innerhalb der nationalen Grenzen ein Ganzes ist. Die Eröffnung der Großen Türkischen Nationalversammlung (TBMM) in Ankara ist eine der größten Revolutionen unserer Geschichte; denn nun war die Quelle der Legitimität des Krieges und der Rettung direkt der Wille des Volkes. Mit der Gründung der regulären Armee besiegelten die Schlachten von Inönü, die Schlacht am Sakarya und der letzte Schlag, die Große Offensive (Büyük Taarruz), dass der Türke nicht von diesem Boden vertrieben werden kann.

Vom Schlachtfeld an den Verhandlungstisch: Der Sieg von Lausanne

Der nationale Widerstand wurde nicht nur an der Front gewonnen, sondern auch an den Diplomatentischen mit großer Würde verteidigt. Der nach der Großen Offensive unterzeichnete Waffenstillstand von Mudanya ist das erste Dokument dafür, dass das Osmanische Reich faktisch am Ende war und ein neuer türkischer Staat geboren wurde. Der Friedensvertrag von Lausanne hingegen ist die Unabhängigkeitsurkunde, die Eigentumsurkunde und die Registrierung des ehrenvollen Platzes der Republik Türkei auf internationaler Ebene. Die Aufhebung der Kapitulationen in Lausanne und die Anerkennung der vollen Unabhängigkeit ist die Krönung des nationalen Widerstandskampfes mit einem politischen Sieg.

Die Republik: Modernisierung und Reform der nationalen Identität

Die Ausrufung der Republik am 29. Oktober 1923 war nicht nur ein Wechsel der Regierungsform in der türkischen Geschichte, sondern auch der Beginn eines tiefgreifenden Modernisierungsschubs. Mit der Abschaffung des Sultanats wurde sichergestellt, dass das Volk sein eigenes Schicksal bestimmen kann, und mit den durchgeführten Reformen wurde in jedem Bereich, von der Bildung bis zum Recht, vom sozialen Status der Frau bis zur Industrie, das Niveau zeitgenössischer Zivilisationen angestrebt. Die Prinzipien Atatürks wurden zum Zement dieses neuen Gefüges und machten die Türkei zu einer Insel der Stabilität in ihrer Region. Den Geist des nationalen Widerstands zu verstehen, bedeutet, den Wert der heutigen Türkei zu kennen. Jedes türkische Kind sollte wissen, dass jeder Zentimeter Boden von Gallipoli bis Dumlupınar mit dem Blut von Märtyrern getränkt wurde, und sollte dieses heilige Erbe der Republik wie eine Ehrenmedaille auf seinen Schultern tragen.

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