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Dhikr und Tasbih in den gesegneten Kandil-Nächten: Vollständige Liste

Eine spirituelle Erntezeit: Die gesegneten Nächte beleben

Die im islamischen Kalender verzeichneten Kandil-Nächte wie Mevlid, Regaib, Mi'radj und Berat sowie die Nacht der Bestimmung (Laylat al-Qadr) fungieren als Sprungbretter im spirituellen Leben des Gläubigen. Diese Nächte sind **spirituelle Erntezeiten**, in denen man sich von der Routine des Alltags löst und die Seele ihrer wahren Heimat zuwendet. Der Dhikr und das Salawat, die in diesen Nächten vollzogen werden, tragen eine viel intensivere Energie und Segenskraft in sich als Lobpreisungen zu gewöhnlichen Zeiten. Denn in diesen Nächten öffnen sich die Himmelstore, und die göttliche Barmherzigkeit ergießt sich wie strömender Regen auf die Erde.

Die Frage, welcher Dhikr in welcher Kandil-Nacht vorzuziehen ist, wurde von islamischen Gelehrten akribisch untersucht. Da beispielsweise die Mevlid-Nacht die Nacht ist, in der das Licht des Universums, unser Prophet, die Welt beehrte, ist es die vornehmste Handlung dieser Nacht, das **Salawat-i Scharif** zu sprechen. In der Berat-Nacht hingegen rücken Dhikr-Formeln der Reue (Istighfar) in den Vordergrund. In jenen Momenten, in denen der Diener seine eigene Schwäche gesteht und Zuflucht bei der göttlichen Vergebung sucht, ist die Beschäftigung der Zunge mit dem Dhikr der größte Schild, der die Verhärtung des Herzens verhindert.

Der in der islamischen Welt hoch angesehene Vird des **4444-maligen Salat-i Tefriciye** wird oft als das Tor für große Anliegen angesehen. Den Beginn oder Abschluss dieses Virds in eine Kandil-Nacht zu legen, vervielfacht seine spirituelle Wirkung. Bei solch hohen Zahlen im Dhikr ist es jedoch erforderlich, dass die Absicht aufrichtig ist und das Bewusstsein wachgehalten wird. Diejenigen, die das Geheimnis der Zahlen ergründen, wissen, dass jedes Korn des Tasbih eigentlich mit einem 'Astaghfirullah' oder einem 'Allahumma salli' das Herz des Universums berührt.

Eine speziell für die Kandil-Nächte vorbereitete **Tasbih-Liste** hilft dem Gläubigen, seine Nacht zu programmieren. Neben grundlegenden Dhikr-Formeln wie 'Subhanallahi wa bihamdihi', 'La ilaha illallah' und 'Subhanallahi'l-Azim' ist es möglich, die Nacht mit speziellen Salawats zu erhellen, die von großen Persönlichkeiten wie Hasan al-Basri oder Scheich Ahmed Tijani zusammengestellt wurden. Die Etikette des Dhikr ist dabei der wichtigste Teil dieses Prozesses: Saubere Kleidung, ein Körper, der zur Qibla gerichtet ist, und vor allem ein Herz voller **Frieden und Demut (Khushu)** lassen das Tasbih wie eine Lichtsäule zum Thron Gottes emporsteigen.

Für den Menschen des modernen Zeitalters sind die Kandil-Nächte eine Art Gelegenheit zum 'spirituellen I'tikaf'. Wenn wir uns vom Lärm der digitalen Welt distanzieren und das Tasbih in die Hand nehmen oder uns vor einen digitalen Zähler setzen, kehren wir eigentlich zu uns selbst zurück. Der kollektive Dhikr oder die individuellen Litaneien (Evrad), die in diesen Nächten vollzogen werden, stärken auch die gesellschaftliche Solidarität und das **Ummah-Bewusstsein**. Dass sich Millionen von Muslimen auf der ganzen Welt mit denselben Worten ihrem Herrn zuwenden, erzeugt eine gewaltige spirituelle Symphonie.

Eine weitere Dimension des Dhikr ist die Reflexion (Tafakkur). Nach jedem vollzogenen Tasbih kurz innezuhalten und über die Bedeutung dieses Dhikr nachzudenken, erhöht die Qualität des Gottesdienstes. Bei 'Subhanallah' über die Vollkommenheit Allahs und bei 'Alhamdulillah' über Seine unendlichen Gaben nachzudenken, bewahrt den Dhikr davor, nur von der Zunge zu kommen, und lässt ihn ins Herz hinabsinken. Die Kandil-Nächte sind die idealen Zeiträume, um dieses Gleichgewicht zwischen **Reflexion und Dhikr** herzustellen.

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